Paul Janes ist als guter Elfmeterschütze bekannt gewesen. „Im Trikot der Nationalmanschaft verschoss er keinen einzigen Elfmeter“, schrieb ich in ‘Alles andere ist nur Fußball’. Während seiner Zeit beim HSV war es um seine Treffsicherheit bei Elfmetern nicht immer so gut bestellt. Dabei fing es für ihn gut an: Gleich in seinem ersten Spiel für die ‘Rothosen’ am 31.5.1942, einem Freundschaftsspiel des HSV gegen Werder Bremen, das die Hamburger mit 4:2 gewannen, traf er vom Elfmeterpunkt. Am 6.12.1942 hieß es jedoch in den Norddeutschen Nachrichten, dass Janes einen Elfer „sicher daneben“ schoss. Aber das war vielleicht nur ungewollte Satzkomik des Autors. Außerdem traf er beim 3:0-Erfolg über die Ordnungspolizei noch mit einem Fernschuss aus 25 Metern. Ein weiteres halbes Jahr später liest sich das in einem Beitrag des Hamburger Tageblatts vom 10.5.1943 schon anders: „Dass er wieder einen Elfer verschoss, wer will da noch von Pech reden, das war schon mehr neue Tradition.“ Bin gespannt, was sich noch alles über Janes in den nächsten Monaten rausfinden lässt.
Archiv für Juni, 2008
paul janes 3.
23. Juni 2008konservativ
23. Juni 2008Am Samstag kam ich mir vor wie in einem schlechten Film. Ich arbeitete in Hamburg in der Stabi und machte in der Cafeteria eine kleine Pause. Da sah ich IHN: Jung, blond, blaue Jeans, Mokassins, weißes Hemd unter einen grauen Pullover (Kaschmir?) mit V-Ausschnitt. Und, ER trug den Pullover exakt so, dass er genug Raum zur Präsentation der beiden Manschettenknöpfe ließ.
Ich kam aus dem Staunen nicht raus. Ich kann mich nicht erinnern, vor gut 20 Jahren als ich regelmäßig die Berliner Stabi heimsuchte, einen solchen Jungspund mit Manschettenknöpfen gesehen zu haben. Liegt das an Hamburg, liegt es an einer neuen Generation? Oder gar an mir, weil ich in den 1980er genau so in die Stabi gegangen bin, wie ich es im 21. Jahrhundert praktiziere: Mit Jeans und T-Shirt? Ich weiß es nicht, aber ich wollte nie so werden wie ER und will es heute noch nicht. Da bin ich dann konservativ.
aufstieg
3. Juni 2008Kaum hat Fortuna den Aufstieg in die 2. Liga verpasst, heißt es schon wieder AUFSTIEG. Nicht umsonst habe ich den im Vogelpark Niendorf gekauften Tukan auf den Namen ‘Aufstieg’ getauft. Wenn es in der abgelaufenen Saison schon nicht geklappt hat, daan wenigstens in der kommenden. Er überlebt das schon, denn bei mir wird er auf jeden Fall älter als bei der Fortuna (Einzelheiten sind meinem einschlägig bekannten Buch zu entnehmen).
Die neue 3. Liga bietet übrigens einige charmante Touren an. Schlielich leben einige FreundInnen von mir in Stuttgart. Ich bin zwar der Meinung, Stuttgart ist an sich keine Reise wert, aber Ausnahmen sind erlaubt. Und ins schwarze Paderborn wollte ich schon immer mal hinkommen. Also warten wir zunächst mal auf den Spielplan, der laut Kicker am 6.7.2008 veröffentlicht werden soll. Dann gebt es an die Planung.
servicewüste
3. Juni 2008Vom Pech, das einige der SreeElite-Mitglieder mit der Bahn hatten, bin ich verschont geblieben. Ich hatte nämlich vorher Pech mit der Post. Montag erfuhr ich, dass am Dienstag eine Eintrittskarte für das Erfurtspiel in die Post geht. Der Brief mit dem so überaus wertvollen Inhalt wurde also am Dienstag in Düsseldorf in den Briefkasten geworfen. So weit, so gut. Nur die Sache ging nicht gut aus, denn der Brief wurde erst Samstag Mittag in meinem Hamburger Briefkasten abgelegt. Da war es für eine Fahrt nach Erfurt leider zu spät.
Ich vermute ja stark, dass der Brief zwischendurch vom Verfassungsschutz abgefangen wurde. Als Absender fungierte immerhin das ‘Kommando Heiner Baltes’, und besondere Kenntnisse oder Humor haben die Schlapphüte noch nie bewiesen.
Falls es möglicherweise doch nicht die Schlapphüte waren, sondern eine ‘Störung im Betriebsablauf’ (oder gibt es das nur bei der Bahn?), dann sollte der zügig optimiert werden. Mich beschleicht bei diesen ehemaligen West-VEBs das Gefühl, die sind in der Welt der Dienstleistungsgesellschaft noch nicht so richtig angekommen.