die intelligente selbstanzeige

9. Februar 2010

Machen wir an dieser Stelle mal eine kleine Pause für die Werbung. Ich empfehle allen, die es nötig haben, den intelligenten Dr. Klaus Höchstetter, ausgewiesener “Rechtsanwalt, M.B.L.-HSG, Fachanwalt für Strafrecht, Fachanwalt für Steuerrecht” und Seniorpartner der Kanzlei Höchstetter und Kollegen.  Dr. H. hat große, farbige und garantiert kostspielige (Selbst-)Anzeigen in der SZ und der FAS geschaltet. Bestimmt auch noch in anderen Blättern, aber das habe ich nicht weiter geprüft. Egal, mir reichte es auch schon so.

Diesen Dr. H. stelle ich mir als so eine Art Teufelsadvokat der Steuerhinterzieher vor. Nein, nicht wegen seines Aussehens, eher wegen des Anzeigentextes. Da ist von einem “Gruselkabinett an Folterinstrumenten auch für den Steuerehrlichen” die Rede. So ist es natürlich kein Wunder, dass der eine oder andere steuerpflichtige Bundesbürger sich quasi gezwungen sah, seinen “unversteuerten Notgroschen im Ausland” anzulegen. Leider, so Dr. H., leben wir in einer Zeit, in der das Verständnis für solch ein Verhalten fehlt. Und er stellt fest, dass die daraus resultierenden “Risiken” mittlerweile “unkalkulierbar” geworden sind. Ich bin zwar kein Jurist, aber meines Erachtens war Steuerhinterziehung schon immer strafbar und barg gewisse Risiken. Na ja, vielleicht ist der Strafverfolgungsdruck inzwischen tatsächlich größer geworden. Ich merke davon noch nichts. Doch das liegt vermutlich daran, dass ich gar nicht unter “Generalverdacht” stehe, weil ich über kein Konto im Ausland verfüge. Aber all denjenigen, die jetzt deswegen keinen “ruhigen Schlaf” mehr haben, kann ich nur raten, den “steuerstrafrechtlich versierten Fachmann” Dr.H. zu engagieren, um noch möglichst rechtzeitig eine Selbstanzeige zu erklären.

Im Übrigen: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte Ihren Steuerfahnder.


paul janes 9.

27. Januar 2010

Nach langer Zeit mal wieder ein kleines Lebenszeichen aus dem winterlichen Hamburg. Nach Abschluss meiner erfolgreichen “Nie-wieder-Platz-11-Tour” am 1.1.2010 in Stuttgart habe ich mich wieder der Arbeit an der Janes-Biografie zugewandt. Der Januar war dabei sehr ertragreich. Da ich nicht alles, was ich so im Laufe der letzten Wochen herausgefunden habe und noch eruieren werde, vorab veröffentlichen möchte (2012 gibt es alles in gebundener Form zu lesen), kommt heute nur ein kleines Highlight: Janes war Mitte 1940 bei der Stadt Düsseldorf angestellt. Aufgrund verschiedener Einberufungen bestand überall Bedarf an fähigen Arbeitskräften. Bei Janes hieß das, dass er im Sommer 1940 die Stelle “eines Hilfskassierers an der Schwimmbeckenkasse” im Rheinstadion übernehmen durfte. Anscheinend war dies eine gute Voraussetzung für seine sich bald daran anschließende Zeit bei der Marine. Immerhin brachte er es in Wilhelmshaven zum Bademeistergehilfen im Marineschwimmbad. Das nenne ich eine zielgerichtete Karriere. Dabei ist bis heute nicht wirklich geklärt, ob Janes überhaupt schwimmen konnte.


fernsehtipp – das geheimnis der molly rose

27. Dezember 2009

Kommenden Mittwoch (30.12.) läuft im ZDF ab 19.25 Uhr die 186. Folge der Serie ‘Küstenwache’. Ich gebe zu, von den bisherigen 185 Folgen der Krimiserie habe ich keine einzige gesehen. Aber Das Geheimnis der Molly Rose lasse ich mir nicht entgehen. Schließlich hat die bekannte und allseits geschätzte ‘Rheintochter’ das Buch geschrieben (herzlichen Glückwunsch) und einer der Hauptdarsteller heißt Uwe Weidemann. Ob er zu den Guten oder Bösen gehört, weiß ich (noch) nicht. Aber ob Fortunas Ex-Trainer Uwe Weidemann eher zu den guten oder den schlechten Trainern zu zählen ist, bleibt ebenfalls bis heute offen. Schön, dass Ursula ‘Rheintochter’ Kohlert auf diese Weise an ihn erinnert.  Zum Schluss stellt sich mir die Frage, welcher Fortune in ihrem nächsten Drehbuch an der Reihe ist.


nie wieder platz 11 – berlin und hamburg

8. Dezember 2009

Zugegeben, die Resonanz in der Trinkhalle ließ zu wünschen übrig, dennoch war es ein gelungener Abend. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an alle Mitwirkenden.

Die nächsten beiden Lesungstermine stehen jetzt auch fest:

1. Berlin am 13.12.2009 und

2.

Ich freue mich auf mein Auswärtsspiel in meiner alten Wahlheimat an der Spree und das Heimspiel an der Elbe.


nie wieder platz 11

2. Dezember 2009

Wie ich aus zuverlässiger Quelle erfahren habe, hat sich zur Veranstaltung in der
Trinkhalle noch ein äußerst sympatischer Überraschungsgast angekündigt. Ich freue mich auf ihn und alle weiteren Gäste zur Präsentation von ‘Alles andere ist nur Fußball’.


liste der favoriten, teil 3 (vautrin)

17. November 2009

Eben vor dem Bücherregal.  Suche nach einem noch nicht gelesenen Krimi.  Fing ‘Die Frau im Pelzmantel’ von Martha Grimes an – ging gar nicht. Das Buch flog schon nach wenigen Seiten in die Ecke. Kurz und schmerzlos.

Ich hatte allerdings immer noch nichts zu lesen. Ich schwankte: Vielleicht was von Elizabeth George? Ebenfalls noch ungelesen? Wahrscheinlich keine gute Idee so direkt nach David Peace (da komme ich in einem späteren Beitrag noch zu). Weiterhin unschlüssig, unleidlich. Bis ich auf einen alten, dafür aber recht schlanken Schinken kam:

“Er hieß Hippo – wie Hippolyte.

Er war schizo – wie schizophren.”

So lässt Jean Vautrin seinen 1974 erstmals erschienenen Krimi ‘Billy-ze-Kick’ beginnen. Ich habe ihn viele Jahre nicht mehr gelesen und kann daher nicht sagen, ob er mir immer noch so gut gefällt wie bei der ersten Lektüre. Aber allein weil er sich mir mit diesem ziemlich abgedrehten Werk ins Hirn eingegraben hat, gebührt Vautrin ein Platz auf der ‘Liste der Favoriten’.


alles andere ist nur fußball – das buch

16. November 2009

Es ist soweit. Am Wochenende erhielt ich ein erstes Belegexemplar und laut amazon.de gibt es das “Standardwerk” (RP) zur Fortuna ab dem 18. November käuflich zu erwerben. Ich bin gefragt worden, was ist eigentlich neu an der überarbeiteten Neuauflage. Hier ein kurzer Überblick in Stichpunkten:

- Korrektur vorhandener Fehler

- Ergänzung der rot-weißen Entwicklung seit der Saison 2005/06 bis ca. August 2009

- Ergänzung der Statistik bis einschließlich der Saison 2008/09 (vielen Dank an Marco Langer)

- Zusätzliche Spielerportraits

- Zusätzliche Fotos + Illustrationen

- Aktualisierung etlicher Kapitel / Einwürfe

- Ganz neues Faninterview zum Thema Exilfans (mit rheintochter und anutrof, siehe vorab auch hier).

- Umfangreiche Erweiterung des Themas ‘Schreiben über Fortuna’ (u.a. neue Krimis, ausführliches Portrait des ‘Schlossturm’, DiFo/95erForum)

Kritik, Anregungen, Wünsche etc. gerne an mich. Dies hat mir auch bei der Überarbeitung der Erstauflage sehr geholfen.

Ansonsten freue ich mich auf meine kleine Lesereise im Dezember. Dessen Termine und Orte stehen  zwar noch nicht alle fest, aber wenigstens das Motto: Nie wieder Platz 11.


alles andere ist nur fußball – lesung

8. November 2009

‘Mein’ Heimspiel beim FC St. Pauli haben die Gelb-Grauen, pardon, die in gelb-grau spielenden Rot-Weißen, leider verloren. Ich bin aber immer noch davon überzeugt, dass Meier und Werner eine ausgezeichnete Mannschaft zusammengestellt haben, die (hoffentlich) nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird.

Inzwischen gibt es neue Informationen zur ersten Präsentation der Neuauflage von ‘Alles andere ist nur Fußball’ in Düsseldorf, siehe hier. Kurz nach dieser Veröffentlichung hat auch noch die ‘Torwartlegende’ Georg Koch zugesagt. Ich kenne ihn zwar eher als ‘Schorsch’ denn als ‘Geo’, aber das wird sich am 3. Dezember bestimmt klären lassen. Ich freue mich auf den Abend.


alles andere ist nur fußball – neu

26. Oktober 2009

Es ist soweit: Diese Woche geht die überarbeitete Neuauflage des Fortuna-Buches ‘Alles andere ist nur Fußball’ in den Druck. Das heißt, sie wird Ende November/Anfang Dezember in den Buchläden der Republik erhältlich sein. Als kleinen Vorgeschmack stelle ich an dieser Stelle schon einmal das neue Cover vor:

cover1

Eigentlich sollte das Bild farbig sein, aber hier bin ich mal wieder an meine technischen Grenzen gestoßen.

Ich werde das auf 544 Seiten angewachsene Buch am 3. Dezember 2009 in der Trinkhalle in Düsseldorf-Flingern vorstellen (Uhrzeit und Programm wird noch mitgeteilt). Gerne würde ich am 12./13. Dezember eine kleine Lesung in Berlin und um den 19./20.  Dezember eine in Hamburg durchführen. Über Vorschläge, wie und wo das in Hamburg ablaufen könnte, wäre ich sehr dankbar. Ich bin hier nämlich immer noch nicht so richtig angekommen.


liste der favoriten, teil 2 (sallis)

12. Oktober 2009

Obwohl sein letzter in Deutschland veröffentlicher Krimi ‘Dunkle Schuld’ eher nicht so richtig gut bei Krimi-Coach.de besprochen wird (ich selber habe das Buch noch nicht gelesen), so zählt James Sallis auf jeden Fall zu meinen Lieblingsautoren. Dabei gefallen mir insbesondere seine Noir-Thriller jenseits seiner in New Orleans angesiedelten Lew Griffin-Krimis. Sallis beeindruckt in ‘Deine Augen hat der Tod’ und ‘Driver’ vor allem durch seinen Minimalismus, der von erstaunlichem Tiefgang ist. Die auf den ersten Blick leichte Lektüre hat es in sich. Sallis entwickelt eine Wucht, die ihresgleichen sucht. Für den im Jahre 2007 erschienenen Krimi ‘Driver’, der 2005 unter dem Originaltitel ‘Drive’ erstmalig veröffentlicht wurde, erhielt er 2008 den Deutschen Krimi Preis als bester internationaler Krimi.

Problematisch ist im Übrigen, dass solche Krimis oft nur in einer klitzekleinen Auflage erscheinen und schnell vergriffen sind. Sie werden zwar gerne Jahre später von einem anderen Verlag wieder veröffentlicht, doch dann muss auf den Originaltitel geachtet werden, weil den deutschen Ausgaben gerne ein neuer Titel verpasst wird.